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Presse-Informationen zu den Drüggelter Kunst-Stückchen
15.06.2011
DrĂŒggelter Kunst-StĂŒckchen lockten 10.000 Besucher – Vorfreude auf 2012
Klavierspiel stand im Mittelpunkt des Musik-Festivals am Möhnesee
Das kleinste Festival Westfalens hat GrĂ¶ĂŸe: Musik, Kunst und ein Herz fĂŒr Kinder. Das haben die Organisatoren nun zum 22. Mal mit ihrem Programm bewiesen. Von gutem Wetter begleitet, reisten rund 10.000 GĂ€ste an. "Man mĂŒsste Klavier spielen können" - Das Motto der 22. DrĂŒggelter Kunst-StĂŒckchen bot allerhand Abwechslung und einen fulminanten Auftakt.

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Die Pianisten Götz Östlind und David Harrington zogen an zwei FlĂŒgeln alle Register ihres Könnens. Von Klassik bis Pop, Swing, Musical bis hin zu Volksliedern reichte ihr Repertoire. Das Duo spielte perfekt, harmonierte wunderbar miteinander. Die Finger flogen vor allem beim "Boogie Woogie" rasend schnell ĂŒber die Tasten - das Publikum war begeistert, sparte nicht mit Beifall.Dazu boten die Hamburger Pianisten eine humorvolle Moderation. "Wir haben uns in der ‚Birkengarderobe‘ umgezogen", schmunzelte David Harrington und meinte damit den mit Birkenlaub abgetrennten Teil im hinteren Bereich der Scheune. Auch das Mitzwitschern der Vögel war fĂŒr sie neu. Erst nach drei Zugaben verabschiedete sich das Duo mit den Worten "Auf Wiedersehen in DrĂŒggelte".

Noch ganz erfĂŒllt von den schwungvollen KlĂ€ngen erlebten die Besucher anschließend die Lichtinstallation an der Kapelle, die im weiteren Verlauf des Festivals auch im Innenraum des Rundbaus immer wieder wechselnde Farb- und Lichterspiele erzeugten. Wolfgang Flammersfeld, der Illumination zur Kunst erhoben hat, sorgte fĂŒr dieses publikumswirksame Lichtermeer. Zum Abschluss des ersten Festivaltages erklang an diesem lichtdurchfluteten Ort Musik von Johann Sebastian Bach und Buck Wolters auf der Gitarre und dem Quintbass, einem historischen Instrument des berĂŒhmten Gitarrenbaumeisters Hermann Hauser. Eigene Kompositionen und die von Bach standen auf dem Programm und boten interessante Kontraste.

Der Pfingstsonntag begann mit einer Matinee in der Kapelle. Das ensemble triofiore mit Christine Hinrichs (Sopran), Sabine Jankowski (Mezzo) und Stephanie Neesen (Alt) bot GesĂ€nge aus Mittelalter, Renaissance und Moderne zum Thema "Von Himmelslichtern und Himmelsboten". In den GesĂ€ngen fand sich unter anderem die rĂ€tselhafte, mutmaßliche Entstehungszeit der DrĂŒggelter Kapelle bis in die heutige Zeit wieder. Im Rahmen der bildenden Kunst waren in der Scheune großflĂ€chige Bilder von Patrice Jacopit und auf der Wiese Geosklupturen von Dorothee Weber zu sehen.

Am Nachmittag luden die Kinder-Kunst-StĂŒckchen zum Basteln unter freiem Himmel ein. So entstanden unter der Anleitung von Susanne Gosmann, Maria Becker, Ulrike Clasen und Anke Sindermann kleine Kunstwerke aus Filz und Klangkörper aus Pappe. Beim "Konzert am Herd" von Zaches und Zinnober erfuhren die Kinder unter anderem auf fröhliche Weise, wie die Suppe in die TĂŒte kommt. Die Musiker luden immer wieder zum Mitsingen ein und sorgten fĂŒr eine Superstimmung. FĂŒr musikalische Unterhaltung auf der Wiese sorgte ein Posaunenquartett des Landesjugendorchesters NRW.

Am Abend boten Lutz Gerlach und Ulrike Mai mit "Stiller Tag am Meer" eine Homage an Lyonel Feininger auf Klavier und Keyboards. Das Publikum erlebte erneut ein virtuoses Klavierspiel, aber geprĂ€gt von mehr klassischem Stil als am Abend zuvor. Nachtmusik bei Kerzenlicht fĂŒr zwei Cembali erklang beim SpĂ€tkonzert in der Kapelle. Aleksandra und Alexander Grychtolik spielten Werke von Bach, Weckmann, Bustijn, und eine Eigenkomposition.

Jazzliebhaber kamen am Pfingstmontag auf ihre Kosten. Mit der "Old Merrytale Jazzband" hat der Arbeitskreis DrĂŒggelter Kunst-StĂŒckchen eine Band mit langer Tradition verpflichtet. Bei so bekannten StĂŒcken wir "Am Sonntag will mein SĂŒĂŸer mit mir segeln gehn", "Sellerie, Apfelmus, Pflaumenmus will sie nie", oder "Hallo, kleines FrĂ€ulein" wippten und schnippten die Zuschauer im Takt mit. Die traditionsreiche Band spielt immer noch einen herrlichen Dixieland-Jazz, der einfach nur fröhliche Stimmung verbreitet.

Zum Abschluss der 22. DrĂŒggelter Kunst-StĂŒckchen standen die musikalischen StammgĂ€ste der "ersten Stunde", die Leipziger BlechblĂ€sersolisten, auf der BĂŒhne in der Konzertscheune. Dieses Mal prĂ€sentierten sie "Heavy Metal" - Schwermetalliges von der Rainessance bis in die Neuzeit. Neben so bekannten StĂŒcken wie "Nessun Dorma" aus "Turandot", "Einzug der GĂ€ste" aus "TannhĂ€user" und dem "Triumphmarsch" aus "Aida" prĂ€sentierten die Leipziger ihren GĂ€sten auch moderne StĂŒcke wie "At the Jazzband Ball", "Spinning Wheel" und "Sempre fidelis". Das Konzert zĂ€hlte zu den Höhepunkten der Kunst-StĂŒckchen und endete erst nach einigen Zugaben und machte Lust auf die 23. Kunst-StĂŒckchen 2012. "Hier in DrĂŒggelte hat man die Chance inne zu halten, zuzuhören und zuzusehen", freute sich Schirmherr auch Ralf Kersting, PrĂ€sident der IHK Arnsberg.

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